Über 3000 Prekäre feiern den Euromayday in Hamburg

Breaking News// 14.30h Die Parade zieht in der Harkortstr. in Altona los. Beiträge und Musik von der Parade kann man auf FSK 93,0 verfolgen. Es gibt ein open-mike, eine mobile speakers-corner// 17h Bei strahlendem Wetter feiern über 2000 Prekäre den Euromayday// 18.15h Neuste Berichte sprechen von über 3000 Leuten auf dem Spielbudenplatz und stündlich werden es mehr! Es werden Behausungen errichtet, um Platz zu nehmen und für gute Drinks ist gesorgt. Am DJ-Set auf dem Hauptwagen legt zur Zeit Basso Profundo auf, auf dem Jugend-ohne-Grenzen-Wagen Pudel-DJ Victor Marek. Die Party hat gerade erst angefangen.//20h Drei Soundsystems beschallen noch immer den Spielbudenplatz und die Menge macht “reclaim the stage”, die Vattenfall-Bühne wird occupied.//20.40h umsonst mit dem HVV zur Euromayday-Parade, Pressemitteilung zu dieser super-Aktion hier //21.15h Die letzten Wagen brechen auf – wir freuen uns über das längste Euromayday-Fest das es bislang in Hamburg gab!

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Bitte Platz nehmen! Euromayday-Parade am 1. Mai 012

Geht es uns so gut oder will bloß keiner drüber reden? Sag doch mal ehrlich. Wie sieht’s aus? Gefällt dir deine Stadt? Ist dein Lohn so gestiegen wie dein Latte Macchiato oder deine Miete? Rechnest du noch mit Rente? Hast du Kita umsonst schon abgeschrieben?
Kein Grund sich Sand in den Kopf zu stecken. Da geht doch noch mehr.
EUROMAYDAY IMPOSSIBLE.
Wir paradieren wieder: dieses Jahr von Altonas ‘Neuer Mitte’ zu den Esso-Häusern am Spielbudenplatz. Unser Motto: “Bitte Platz nehmen!”
Wir haben dabei: tragbare Radios, Lautsprecher, Ghettoblaster und mp3-Spieler. Damit werden wir zu Hörer_innen und Sender_innen, Sprecher_innen und DiskJockeys – von der Parade auf die Parade für die Parade. Je mehr Radios desto besser!
Wir sehen uns: am Speakers’ Mobilée. Und hören uns: auf 93.0 MHz.
Wir starten: 1. Mai, 14h, Expresshallen/ Harkortstr, Altona

Route: Harkortstr. – Julius-Leber-Str. – Chemnitzstr. – Thadenstr. – Wohlwillstr. – Clemens-Schultz-Str. – Hein-Hoyer-Str. – Reeperbahn – Spielbudenplatz (Höhe ESSO-Häuser)

Keine Zeit? Luft holen und bitte Platz nehmen.

Angstschweiß mit der Miete? Ein Platz zum Platz nehmen.

Ständig auf Achse? Pause und bitte Platz nehmen.

Erschöpft im Hamsterrad? Ausrollen und bitte Platz nehmen.

Stress? Chillen und bitte Platz nehmen.

Ratlos? Zusammenkommen und bitte Platz nehmen.

Please take a seat.

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“Wagt euch nicht, meine Zukunft zu klauen.”

Freitag, 27. April, 19:30h, 92 %: “Wagt euch nicht, meine Zukunft zu klauen.” Ein Blick auf Occupy Oakland. Mit Kimi Lee (Movement Strategy Center Oakland), Ort: Lux&Konsorten-Container, Harkortstraße

Anfang November 2011 wurde das Occupy-Camp in Oakland aufgelöst. Als Antwort auf den äußerst brutalen Polizeieinsatz wurde am nächsten Abend während einer Vollversammlung der Ruf nach einem Generalstreik laut. Die große Mehrheit der 1600 Anwesenden stimmte dafür. Über den Brückenschlag zwischen Occupy und Gewerkschaften im Moment des Generalstreiks, die Bedeutung der Communities und die Besetzung von zwangsgeräumten Häusern berichtet Kimi Lee.
www.labournet.de

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Produktionstage für die Parade

Sonntag, 29. April / Montag, 30. April, je 12-18h, Produktionstage für die Parade, Ort: Lux&Konsorten-Container, Harkortstraße

Kurz vor dem 1. Mai laden wir ein zum Werkeln und Basteln für die Parade. Zum Platz nehmen braucht es Behausungen: Geodätische Kuppeln, Zelte, Schneckenhäuser, Tipis, etc.

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Zu viel Ärger, zu wenig Wut?

Mittwoch, 25. April, 20h, Zu viel Ärger, zu wenig Wut? Vorstellung der militanten Untersuchung von FelS am Jobcenter Neukölln, Ort: Gängeviertel

Im Jahr 2009 begann die Berliner Gruppe FelS mit einer militanten Untersuchung über die Situation von Erwerbslosen in Neukölln. Den Prozess und die Ergebnisse der Untersuchung hat FelS jetzt in der Broschüre “Macht mit, macht’s nach, macht’s besser!” dokumentiert. Über Fragebogen für Erwerbslose, Fabriken des Stadtteils und die Kür des brutalsten Bürokraten berichten Aktivist|innen von FelS.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Euromayday Hamburg und Avanti – Projekt undogmatische Linke
http://fels.nadir.org

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Mein soziales Kapital ist meine Rente – wie geht die Rechnung “weniger arbeiten, besser verdienen” im Kollektiv auf?

Sonntag, 22. April, 18:30h, Ort: Otzenstraße 1, IV.Stock, St. Pauli

Wieviel verdienst du? Warum arbeitest du so und nicht anders? Welche Rolle spielt prekär sein in deinem Leben? Gäste zu diesen Fragen an einen Tisch für ein öffentliches Gespräch zu bekommen, ist gar nicht so einfach. Warum das so sein könnte und nicht mehr so sein müsste, werden Frank John und Katrin Bahrs anfangen zu erörtern. Weitere Gäste und Gesprächspartner|innen willkommen. – Please take a seat!

Eine Veranstaltung in der Reihe Double Feature (www.katrinbahrs.net/doublefeature)

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Hört auf uns zu retten, rettet euch selber!

Samstag, 21. April, 14h, Kinopremiere „Debtocracy“, Ort: Metropolis-Kino

Debtocracy – die Schuldengesellschaft. Volkswirtschaftslehre für Dummies. Wie schaffe ich mir 360.000.000.000€ Schulden an? Wie werde ich sie wieder los? Einfach esc-Taste drücken oder mal in Ecuador anrufen?
Ein Film von 2011, der über 2.000.000 Klicks auf youtube bekam, aber weder im griechischen noch im deutschen Fernsehen lief und auch nicht den Weg in die großen Kinos fand. Ein Film mit den Zuschauer_innen als Produzent_innen.
Heute ist die Katastrophe da. Griechenland auf dem Weg ins 19. Jahrhundert der Arbeits- und Bürgerrechte. Eine Bevölkerung verhandelt ihren Platz in Europa neu. Drachme oder Euro fragen sich die Leute in Griechenland. Wie schaffe ich es, mit immer weniger Geld trotzdem mein Überleben auf die Reihe zu kriegen? Wir fragen uns, von welchem Europa wir hier überhaupt reden.
Wir zeigen den Film, erzählen Geschichten aus Griechenland, die wir während der Abstimmung über das Memorandum 2 in Athen erlebt haben, berichten vom aktuellen Stand vor den Wahlen und sprechen vom Euromayday in Hamburg am 1. Mai.
Krise war gestern. Heute ist Katastrophe. Leben geht weiter.

Post scriptum: Wir bedauern sehr, dass wir den neuen Film „Catastroika“ (http://www.catastroika.com) noch nicht zeigen können. Aris Chatzistefanou und Katarina Kitidi werden im Sommer in Hamburg den Film zur Premiere präsentieren.

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Prekarität der Exzellenz

Dienstag, 17. April, 17:30-19:30h, Versammlung zur Prekarität der Exzellenz. Befristete Arbeitsverhältnisse an der Universität, Ort: Pferdestall, Allende-Platz 1, R. 250

Prekäre Arbeitsverhältnisse gehören heute zum Alltag an der neoliberalen Universität. Vor diesem Hintergrund hat  das Bundesarbeitsgericht im Juni 2011 die Befristung einer “Lehrkraft für besondere Aufgaben” nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz für rechtswidrig erklärt. Was bringt das Einklagen in unbefristete Arbeitsverhältnisse? Wird die Deklassierung durch die Entfristung institutionalisiert? Bietet Organizing an der Universität eine Perspektive?

Interviews mit Freund|inn|en, Kolleg|inn|en und Genoss|inn|en über den Zustand von Lehre, Forschung und Verwaltung.

Weitere Veranstaltungen im Vorfeld der diesjährigen Parade siehe weiter unten.

Audio-Mitschnitt der Veranstaltung:

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Hansestadt Hamburg steigt bei kein mensch ist illegal ein

Mittwoch, 4. April, 20h, Hansestadt Hamburg steigt bei kein mensch ist illegal ein. Ein Interview mit der medizinischen Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant|innen über die Clearingstelle. Ort: buttclub, St. Pauli-Hafenstr. 126

Was 1994 Jahren konspirativ und als Mund-zu-Mund-Propaganda im WIR-Zentrum begann, wird heute Behördensache. Seit dem 13. Februar 2012 können sich Menschen, die ohne gültige Aufenthaltspapiere in Hamburg leben und medizinische Hilfe benötigen, in der Clearingstelle im Flüchtlingszentrum in der Adenauerallee beraten lassen. Die Sozialbehörde hat diese Einrichtung zunächst für einen Zeitraum von drei Jahren mit einem Notfallfonds von 500.000 € für medizinische Hilfen eröffnet.

15 Jahre nach der Gründung von kein mensch ist illegal auf der documenta und drei Jahre nach der Studie „Leben ohne Papiere in Hamburg“ ist endlich was passiert bei den Behörden. Ob die Beratungsstelle sich selbst überflüssig gemacht hat oder Rechtlosigkeit einfach nur noch ein soziales Problem ist, werden wir freundlich im Stil und neugierig in der Sache diskutieren.

Audio-Mitschnitt der Veranstaltung:

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BikeFlash

Donnerstag, 29.03., 15-20h, Fahrradtour “Niemand hat die Absicht eine Mauer einstürzen zu lassen”, Start: Bernhard-Nocht-Str. | St. Pauli

Rauf aufs Rad. Durch die Straßen, und schwärmen. Vorbei an charmanter Sixties-Architektur. Frische Luft, urbane sounds. Malerische Ruinen. Keine krummen Touren, sondern mobiler Denkmalschutz. Alster meets Radler, Bewegung im Herzen der Stadt, irgendwas mit Spaß, Kunst, und Bierflash. Schalt dein Radio ein! Bring Geschenke mit!

Folgende Dinge sind mitzuführen:
1 Klarsichtbeutel mit Schutt und Entschuldigung
500 ml Flasche Paulaner Weißbier
1 Radio & Batterie
1 Fahrrad

BikeFlash rules: Ein Spiel mit Fahrrad und performativen Einlagen

BikeFlash kann mit einer unbegrenzten Anzahl an Spieler_innen gespielt werden.

Es wird nicht gegeneinander, sondern im Team gespielt. Das Leistungsprinzip wird durch Stil und künstlerischen Ausdruck ersetzt.

Jede/r Spieler_in ist zu Beginn mit BikeFlash-Utensilien auszustatten.

Alle Spieler_innen verteilen sich frei im Feld. Der BikeFlash wird durch Schwarmintelligenz gestartet.

Ziel des Spiels ist es, mit der Bewegung des eigenen Körpers gemeinsam unterschiedliche Punkte auf der festgelegten Route (s. Rückseite) zu verbinden. Durch diese Bewegung und performative Einlagen setzen die Mitspieler die angefahrenen Punkte miteinander in Bezug und stellen symbolisch politische Bedeutung her.

Das Spiel steht unter dem uneingeschränkten Schutz des Grundgesetzes (Artikel 5, Absatz 3, Kunstfreiheit), dabei ist die Straßenverkehrsordnung einzuhalten. Alle Spieler_innen bewegen sich vorwärts. Auf ausgebremste Mitspieler_innen ist Rücksicht zu nehmen. Klingeln und Singen sind ausdrücklich erwünscht.

Ereigniskarten: völlig unvorhergesehen können BikeFlash-Störungen auftauchen. Es gilt, diese charmant und kreativ zu umfahren, um auf der vorgesehenen Route zu bleiben.

Die Stadt ist das Spielfeld!

SOS. St. Pauli-Bikeflash, Hamburg, 29.03.2012 (utopieTV-doku-video) from utopieTV on Vimeo.

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